Heute ist der 1. August im Jahre 2018 und der Blog auf meiner Seite bekommt seinen ersten Eintrag!

 

Ab heute werde ich in regelmäßigen Abständen über verschiedene Themen schreiben, wie zum Beispiel:

 

- wie ist ein bestimmtes Bild entstanden;

- Empfehlungen rund um die Fotografie( zB. ein Buch, Zubehör oder besondere Motive);

- ich erzähle Dir aber auch von meinen Reisen nach Ireland oder meine Erlebnisse hier im Ruhrgebiet;

- alle 3 Monate werden ich einen Themenvorschlag von Dir aufgreifen und hier im Blog antworten oder präsentieren.

 

Du siehst es wird hier so einiges passieren.

 

Wenn Du also Fragen hast zum Thema Fotografie oder Fragen zu einer meiner angebotenen Ireland-Fotoreisen bzw. einem Foto-Workshop im Ruhrgebiet, dann nutze bitte das Kontaktformular unter Kontakt. Auch für Verbesserungswünsche, Anregungen, Lob oder Kritik bin ich unter dem Kontaktformular erreichbar. Ich werde Dir schnellstmöglich antworten.

 

Und wie das so ist bei einem Anfang, es gehören immer die ersten Schritte zum Anfang. 

 

"Jede Reise beginnt immer mit dem gleichen, mit dem ersten Schritt"

 

Mein erster Schritt zur Fotografie ist schon viele Jahre her und ehrlich gesagt, hatte er mit der Fotografie noch gar nicht viel zu tun. Aber es war der entscheidene Augenblick, der in mir das Feuer für die Fotografie entfacht hat. Ich muss jedoch zugeben, dass mir in diesem Augenblick noch gar nicht bewusst war, dass es so kommt, wie es gekommen ist.

 

Hier also MEIN Augenblick...

 

Eigentlich war ich Marathonläufer und weil mir alles "Normale" zu langweilig war, wollte ich nicht nur "einfache" Marathons laufen, nein es sollten dann irgendwann schon eher die Ultramarathons sein. Dazu möchte ich aber gar nicht mehr erzählen, außer, dass ich für dieses Vorhaben sehr, sehr viel trainieren musste. 

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch einen "normalen" Job und mir blieb immer nur die Zeit zwischen morgens 2:00 Uhr bis 6:00 Uhr (im Winter etwas später) zum Trainieren, das dann aber auch 5-6 mal die Woche. So habe ich in der Zeit, wie Du Dir denken kannst, viele Sonnenaufgänge erlebt, viele normal schöne, noch mehr eher schlechte, Regen, Schnee, Kälte usw. Aber es gab natürlich auch einige tolle und ganz wenige unbeschreibliche Momente und zum Glück ist es ja so, dass man sich doch eher an die schönen Dinge erinnert als an die schlechten.

 

Eines Morgens, an einem sehr kalten Wintertag, bin ich also in der Früh' raus, um meinen langen Trainingslauf zu absolvieren. Es hatte 10 Grad unter 0 und bestimmt 10 cm Neuschnee in der Nacht gegeben, Fußabdrücke und Autospuren waren noch nicht vorhanden.  Wenn Du  schon mal im Winter gelaufen bist, dann weißt Du, dass die ersten Kilometer so richtig kalt sind und weh tun, weil der Körper sich erst einmal warm arbeiten muss. Ich kam also nach einer Weile an der Ruhr vorbei, lief weiter durch ein kleines Wäldchen und konnte links schon erkennen, dass sich die Sonne von ihrer schönsten Seite zeigen würde. Kurz darauf komme ich also auf eine Lichtung zu und sehe, wie die Sonne "erwacht". Ich konnte und wollte in diesem Augenblick nicht weiterlaufen. Ich hatte Gänsehaut und war von diesen einem Moment so geflasht, dass er mich in seinen Bann zog.

 

Links floss die Ruhr, das orangene Licht der aufgehenden Sonne reflektierte sich im Wasser. Auf der Lichtung selbst schliefen kanadische Wildgänse im Schnee. Und in den Schneekristallen brach sich das Licht in fast jeder Farbe, die Du Dir vorstellen kannst. Dazu kam die, wie ich immer sage, "Schneestille" (wenn es geschneit hat, ist es besonders still, weil die Schallwellen vom Schnee verschluckt werden). Das einzige was zu hören war, war meine Atmung und das einzige was sich bewegte, war das Wasser der Ruhr und der Dunst meines Atems in der eiskalten Luft. Ich stand einfach nur da und wusste nicht, wohin mit meinen Glücksgefühlen. Es war unglaublich, einfach traumhaft schön!

 

Einige Zeit später, spürte ich die Kälte meine Füße hinauf kriechen und lief also meinen angefangenen Trainingslauf weiter. Während meines Laufes habe ich gemerkt, wie schade ich es doch fand, diesen so unbeschreiblich schönen Moment "nur" im Herzen tragen zu können. Ich hatte für mich ein Bild, konnte darüber erzählen, aber das ist nicht das Gleiche, als wenn du es jemanden "zeigen" möchtest. 

 

Monate später hatte ich eine Sportverletzung, die mich dazu zwang, das Laufen aufzugeben. Das war der Zeitpunkt, an dem ich mir meine erste Kamera kaufte, eine Canon 50D. Heute nun, ein paar Jahre später, habe ich ein Equipment von mehreren Kameras, einer Drohne, einem Handy und einer Menge verschiedener Objektive. Die Fotografie ist seitdem  zu einem sehr wichtiger Bestandteil in meinem Leben geworden. Ich habe tausende von Fotos gemacht und hoffe, es kommen abertausende hinzu. Ein Leben ohne Kamera gibt es für mich nicht mehr...

 

Ich wünsche Dir immer gutes Licht

 

Mick